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News und Veranstaltungen

Diese Ausbildung versteht sich als Reise in verschiedenen Etappen – für Menschen mit und ohne Flucht-/ bzw. Migrationserfahrung. In Nordrhein-Westfalen und Bayern werden Teilnehmer*innen in gemischten Gruppen neue Lernerfahrungen machen und sich nicht nur Wissen und Methodenkompetenz aneignen, sondern im besten Fall auch ein neues Verständnis entwickeln für die verschiedenen Perspektiven auf Verantwortung, Teilhabe und Gestaltung in einer gerechten Gesellschaft. Aus diesen Gruppen sollen Trainer/innen-Tandems hervorgehen, die diese Themen und ihre gemeinsame Erfahrung in Form von Kurzseminaren und Praxisprojekten an eine breitere Öffentlichkeit tragen. Das Vorgehen ist stark prozessorientiert und soll die Teilnehmer*innen motivieren, kreative und friedliche Entscheidungswege und Konfliktlösungen zu erproben, sich auf verschiedene Weise demokratisch zu beteiligen und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Interkulturelle Kompetenz und Demokratie-Lernen sind wichtige Bestandteile der Ausbildung, aber im Mittelpunkt steht der Prozess des Miteinander-Vertraut-Werdens. Sich bekannt machen, sich vertraut machen und schließlich Vertrauen entwickeln sind unverzichtbare Schritte bei der Etablierung gefestigter Beziehungen. In Anlehnung an die Aussage des Fuchses in „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery wird auch in diesem Projekt das „Vertraut werden“ mit der „Verantwortung füreinander“ verknüpft. Indem die Trainer*innen im Tandem vor eine Gruppe von Teilnehmer*innen treten und das eigene Miteinander-Vertraut-Werden zum Ausgangspunkt des Seminars machen, können sie möglicherweise neue Zugänge zu Menschen finden und sie für die Themen Integration und demokratische Teilhabe in einer Einwanderungsgesellschaft gewinnen. 


anders. 

Die folgenden Praxisprogramme des CAP: „Achtung (+) Toleranz“, „Eine Welt der Vielfalt“, „Islam-und Muslimbilder“, „Ohne Angst verschieden sein“ und „sprache macht demokratie“ – beschäftigen sich mit den Chancen und Herausforderungen erlebter Vielfalt in modernen Einwanderungsgesellschaften. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger arbeiten, sondern vielmehr dazu einladen, Verdrängung hinter sich zu lassen und Verantwortung für das 'Jetzt' zu übernehmen. Die darin enthaltenen Übungen ermöglichen das Nachempfinden unterschiedlicher Lebensperspektiven und thematisieren sowohl die Problematik als auch die Unausweichlichkeit von Vorurteilen. Darüber hinaus erproben die Teilnehmer*innen Verhaltensweisen, die ihnen helfen sollen, bewusste und unbewusste Diskriminierung zu vermeiden. Sie lernen Voraussetzungen und Kriterien für tolerantes Handeln kennen und erfahren die Konsequenzen von tolerantem, intoleranten und scheintolerantem Verhalten im Alltag. Das hierfür entwickelte Modell der Toleranzampel bietet die Möglichkeit, das eigene Verhalten besser einschätzen zu lernen und Sicherheit in Konfliktsituationen zu gewinnen. Alle Programme beziehen strukturelle und institutionelle Aspekte von Ungleichheit in den Lernprozess mit ein und beleuchten Macht-Asymmetrien.

gleich.

Demokratische Teilhabe erfordert, die eigenen, gleichen Rechte (er-)kennen und wahrnehmen zu können. Es bedarf zudem einer intrinsischen Motivation und eines vertieften Demokratieverständnisses. Daher ist es wichtig zu verstehen und zu erleben, dass Vertreter*innen unterschiedlicher Demokratie-Formen, demokratische Grundbegriffe teilweise völlig anders definieren und gewichten und auch verschiedenartige Verknüpfungen zwischen den einzelnen demokratischen Prinzipien wie beispielsweise Freiheit und Gleichheit herstellen.  Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen in Deutschland (egal ob mit oder ohne Fluchterfahrung) bislang wenig Zugang zu erfahrungsorientierten Ansätzen des Demokratie-Lernens hatten. Das Projekt gibt allen die Gelegenheit, mit dem Programm BETZAVTA / MEHR ALS EINE DEMOKRATIE (ADAM Institut in Jerusalem) die Dilemmata der Demokratie zu erforschen und neue Wege für Aushandlungsprozesse kennen zu lernen.

vertraut.

Das Erforschen belastender und ausgrenzender Glaubenssätze und das Erkennen der Bedeutung der eigenen Gedanken bei der Erschaffung der ureigenen Weltsicht wird mit der Methode THE WORK of Byron Katie (thework.com) erfolgen. Indem wir die Gedanken über die eigene Rolle und Identität, über das alltägliche, stressige Miteinander und die Krisen der Gesellschaft hinterfragen und umkehren, schaffen wir die Grundlage für eine vertrauensvolle Begegnung. Mit Hilfe von THE WORK lassen sich die Perspektiven auf „Fakten“ und „endgültige Wahrheiten“ wechseln und es wird möglich, Verständnis füreinander zu entwickeln und Verbundenheit miteinander zu erleben.

 

Methoden - Werkstatt 

Das vierte Modul bietet den Teilnehmer*innen in der Gesamtgruppe zunächst eine Vielzahl spannender Methoden zum Einsatz im Seminar (Video, Graphic Facilitation, Impro-Theater, Open Space ua.) und gibt den Tandems dann die Gelegenheit, ihr eigenes Praxisprojekt (Seminar, Workshop etc.) zu planen. Hierzu stehen die Trainer*innen der vorherigen Module auf Wunsch unterstützend zur Seite.

 

e-Learning 

In den Phasen zwischen den Präsenzmodulen werden die gelernten Inhalte vertieft und der Prozess des Miteinander-Vertrautwerdens durch zusätzliche Übungen und Aktivitäten gefördert.

 

Praxiseinsatz

Die Tandems werden ihr Praxisprojekt umsetzen und somit ihr Wissen und ihre Erfahrung in die breite Öffentlichkeit tragen. Dazu haben die Projektverantwortlichen bereits Kontakt mit Träger*innen der Bildungsarbeit aufgenommen, um die logistischen und organisatorischen Voraussetzungen für diese Umsetzung zu erleichtern. Jedes Tandem führt mindestens einen supervidierten Praxiseinsatz durch und erhält hierzu ein ausführliches Feedback.

 

Zertifikat / Abschlusstagung 

Bei der Abschlusstagung werden zum einen die Tandems ihre Praxisprojekte vorstellen und zum anderen externe Referent*innen spannende Inputs liefern. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie werden die Teilnehmer*innen ein Zertifikat vom Institut für berufliche Zukunft und dem Centrum für angewandte Politikforschung (Ludwig-Maximilians-Universität München) erhalten, das sie als „Anders.Gleich.Vertraut. - Trainer*in“ ausweist und den umfangreichen Ausbildungsverlauf darstellt.

 


AUSWAHLKRITERIEN

Bei der Auswahl der Teilnehmer*innen und der Zusammenstellung der Gruppen und Tandems werden wir uns an den folgenden Kriterien orientieren:

  • Motivation
  • Vielfalt
  • Erfahrung
  • Zeitliche Verfügbarkeit
  • Deutschkenntnisse GER C1

KOSTEN

Die Kosten für die Ausbildung werden komplett vom Projekt übernommen. Inklusive Reisekosten (2. KL.DB) sowie Unterkunft und Verpflegung (im EZ und ggf. DZ)

Es ist von daher besonders wichtig, dass sich nur Interessent*innen anmelden, die sich verpflichten, an dem gesamten Ausbildungsverlauf teilzunehmen.

Bewerbung

Interessent*innen werden gebeten,  eine Bewerbung mit folgenden Bestandteilen bis zum 08. März 2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden.

  • Motivationsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Erklärung, dass an allen genannten Terminen teilgenommen werden kann (Bitte darauf achten, dass die Präsenztermine der Untergruppen in Bayern und NRW nur von den Teilnehmer*innen aus dem jeweiligen Bundesland wahrgenommen werden müssen.)